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UPDATE Nr. 12 - Februar 2010 Im Dezember 2008 hatte das Bundesberufungsgericht (5th Circuit) die Berufung von Nanon gutgeheissen, in der Nanons Anwälte die schlechte Verteidigung Nanons durch die vorgängigen Pflichtverteidiger und Beweise betreffend Nanons Unschuld aufgeführt hatten. Mit diesem Entscheid wird Nanons Fall zurück ans Bundesgericht geschickt, resp. das Urteil des Bundesgerichtes aufgehoben. Dieses muss neue Beweise für Nanons Schuld sammeln, um die ursprüngliche Verurteilung aufrecht erhalten zu können. Im April 2010 werden Anhörungen statt finden. Nanons Chancen, frei zu kommen, sind nun realistisch. Er ist seit 18 Jahren im Gefängnis. Das Unmögliche wurde möglich: Am 9. Dezember hat das Bundesberufungsgericht (5th Circuit) die Berufung von Nanon gutgeheissen, in der Nanons Anwälte die schlechte Verteidigung Nanons durch die vorgängigen Pflichtverteidiger und Beweise betreffend Nanons Unschuld aufgeführt hatten. Mit diesem Entscheid wird Nanons Fall zurück ans Bundesgericht geschickt, resp. das Urteil des Bundesgerichtes aufgehoben. Dieses muss neue Beweise für Nanons Schuld sammeln, um die ursprüngliche Verurteilung aufrecht erhalten zu können. Im April 2010 werden Anhörungen statt finden. Nanon war noch nie so nahe an der Freiheit. Nanon hat im Gefängnis angefangen Psychologie zu studieren. Nawisa unterstützt Nanon dabei finanziell. UPDATE Nr. 10 - Oktober 2006
Nanon Williams is adjusting to his new life beyond death row. The Supreme Court's 2005 decision to ban the execution of juveniles allowed Nanon Williams a chance to live. Without the fear of imminent death lurking over him, Nanon Williams is adjusting to his new life outside of Texas death row. His sentence was commuted to life imprisonment and he is currently housed at the Coffield Unit in Tennessee Colony, Texas. Nanon takes each day as it comes. Being off death row, gives him more hope that truth and justice will someday set him free. Although faced with the uncertainty of what the future holds, Nanon is coping by still striving to be the best that he can be. While on an 8-hour work program, he has earned his GED and completed a semester of college with a cumulative 4.0 GPA. He's graduated from Incognitive Intervention and a Horticulture program. He still serves as editor in chief of "The Williams Report" his quarterly prison newsletter. He organizes study groups and has begun co-authoring another book, titled "Say Goodbye To Mama."
In the case of Nanon Williams, ballistic expert Robert Baldwin testified at trial and with astound surety that there was no way it could have been the co-defendant's weapon that shot the victim, when it fact it was his weapon and not the gun allegedly carried by Nanon Williams. Nanon had no forensic experts to dispute the prosecution and ballistic expert's collusive theory and claims. Baldwin would recant six years later, only when under pressure from post-trial hearings.
In 2000, district court judge Joan Campbell ruled to grant Nanon relief because of the failure of his court-appointed attorney to hire a ballistic expert, but it was later denied by the Texas Court of Criminal Appeals in 2002 and subsequently rubber stamped by U.S. District Judge Nancy Atlas in 2005. Martin Draughon recently won his release from death row when U.S. District Judge Lee Rosenthal granted him relief because of the failure of his defense counsel to hire a ballistic expert to dispute the State's claims and theory. The 5th Circuit Court of Appeals upheld the ruling. C.E. Anderson, who gave false ballistic analysis in the Draughon case, also was one of the three analysts involved in Nanon Williams's false forensic analysis. Martin Draughon and Nanon Williams were both denied due process and a right to a fair trial. Draughon was fortunate enough to have a judge who saw the injustice and Nanon was not. Nanon's case is now before the 5th Circuit Court of Appeals who ruled in favor of Martin Draughon . Access more detail case information at www.amnesty.org or www.nawisa.org.
Robert Baldwin's retraction of previous trial testimony was proof alone that any analysis of forensic testimony done by the HPD lab should warrant further review. It seems that the Houston City Council have withdrew the funds that would allow independent investigator, Michael Bromwich to complete his investigation of the embattled HPD Crime Lab. I encourage writing the City Council Members and urging them to approve funding, which will allow investigator Michael Bromwich to continue his work. Justice will be compromised if this very important investigation's plug is disconnected right smack in the middle of the operation.
Nanon's new address: Nanon Williams #1306434 Coffield Unit Rte 1 Box 150 Tennessee Colony, TX 75884
Houston City Council contact information: Mayor Bill White City of Houston P.O. Box 1562 Houston, Texas 77251
The general mailing address for all other city council members is: City Hall Annex 900 Bagby, 1st Floor Houston, Texas 77002
Council Members: 1. Toni Lawrence districta@cityofhouston.net 2. Ada Edwards districtd@cityofhouston.net 3. Jarvis Johnson districtb@cityofhouston.net 4. Anne Clutterbuck districtc@cityofhouston.net 5. Addie Wiseman districte@cityofhouston.net 6. M.J. Khan districtf@cityofhouston.net 7. Pam Holm districtg@cityofhouston.net 8. Adrian Garcia districth@cityofhouston.net 9. Carol Alvarado districti@cityofhouston.net 10. Peter Brown atlarge1@cityofhouston.net 11. Sue Lovell atlarge2@cityofhouston.net 12. Shelly Sekula-Gibbs atlarge3@cityofhouston.net 13. Ronald Green atlarge4@cityofhouston.net 14. Michael Berry atlarge5@cityofhouston.net UPDATE Nr. 9 - April 2006 Ihr habt nun seit fast einem Jahr keine Updates zu Nanon Williams erhalten. Der Grund dafür ist, dass sich leider gar nichts mehr in seinem Fall bewegt hat, seit das Bundesgericht seine Berufung abgelehnt hat. Nanon bleibt daher zu lebenslänglicher Haft verurteilt (zur Erinnerung: im März wurde die Todesstrafe für jugendliche Straftäter vom Obersten Gerichtshof der USA als verfassungswidrig erklärt). Die grosse Chance für Nanons Freiheit liegt nach wie vor in dem weitergehenden Skandal um das Houston Polizeilabor. Inzwischen hat das Parlament der Stadt Houston eine unabhängige Untersuchung eingesetzt, welche die Vorwürfe der Unterschlagung und Manipulation von Beweismitteln prüfen soll. Nanons Fall ist einer der Fälle, die nun untersucht werden. Nanons Anwälte hoffen, dass diese Untersuchung bald abgeschlossen ist und die Resultate dem Bundesgericht vorgelegt werden können. Damit soll erreicht werden, dass die Forderung nach Wiederholung des Prozesses aufgrund des Argumentes der "ungenügenden Verteidigung" oder "Unterschlagung von Beweismitteln" und "Meineid" wieder an den Obersten Gerichtshof von Texas gestellt werden kann. In dieser Instanz hatte die zuständige Richterin 2000 einen neuen Prozess verlangt (zur Erinnerung: dieser wurde vom Appelationsgericht in Folge NICHT angeordnet). Es ist anzunehmen, dass diese Richterin mit den zusätzlichen Beweisen, welche Nanons Unschuld zeigen, wieder zum selben Schluss kommen wird. Wenn die Resultate der Untersuchung des Polizeilabors zu diesem Zeitpunkt publiziert werden und Wellen schlagen in der Oeffentlichkeit, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das Appelationsgericht einen neuen Prozess nicht mehr verhindern würde. Im Falle eines neuen Prozesses ist mit einer sofortigen Freilassung zu rechnen. Wichtig ist weiterhin, dass Nanons Fall in der Ãñffentlichkeit bleibt, das erzeugt den grössten Druck auf die Behörden. Die NAWISA-Gruppe in Texas hat eine DVD über Nanons Fall produziert, welche an gut 500 Organisationen und relevante Personen in den USA verschickt wurde. Nanon wird immer öfters in Projekte von Schulklassen miteinbezogen, welche gerade das Thema Todesstrafe behandeln. Er wird regelmässig von Medien für das Verfassen von Beiträgen angefragt. Noch immer ist offen, wer für einen professionellen Dokumentarfilmbeitrag in Frage kommen würde. Nanons Angst, dass sich weniger Leute für ihn interessieren, sobald das Todesurteil aufgehoben ist, hat sich zum Teil bestätigt. Viele Leute sind aus seinem Blickfeld verschwunden. Wir bleiben dran! Nanon darf nun BesucherInnen berühren und auch mehr Zeit ausserhalb der Zelle verbringen. Seine Situation hat sich leicht verbessert. Auch ist er nicht mehr konstant mit dem Tod konfrontiert, wie das in der Polunsky-Unit mit all den Hinrichtungen, Selbstmorden und Morden der Fall war. Er hat ein seinen Highschool Abschluss per Fernstudium nun nachgeholt und sich für Universitätskurse eingeschrieben. Wie immer ist er voller Tatendrang. Dieser soll nicht über die Tatsache hinweg täuschen, dass Nanons Kraft und Glaube an Freiheit nicht ewig ausreichen wird. Er bleibt weiterhin tapfer und kämpferisch. Die Zeit tickt aber nach wie vor. Sobald sich etwas in seinem Fall bewegt, melden wir uns wieder bei euch. Danke für euer Mitgefühl und eure Unterstützung! Andrea Huber UPDATE NR. 8 - April 2005 Bundesgericht lehnt Nanons Fall ab Nach den guten Nachrichten betreffend der Abschaffung der Todesstrafe von minderjährigen StraftäterInnen habe ich nun ganz schlechte Nachrichten: Das Bundesgericht (Federal Court) hat Nanons Gesuch um die Wiederaufnahme des Prozesses abgelehnt. Nanon ist am Boden zerstört, die Anwälte sind ausser sich. Sie hätten nie damit gerechnet. In dem Gesuch ging es darum, dass die Bundesrichterin Nancy Attlas den Entscheid des Court of Criminal Appeals (CCA), Nanon keinen neuen Prozess zu gewähren, für ungültig erklärt. Der CCA hatte 2002 die Beurteilung der zuständigen Richterin in Texas, dass Nanon einen neuen Prozess erhalten soll, rückgängig gemacht. Die Anwälte gehen davon aus, dass Nancy Attlas die Akten nicht selber studiert hat und nicht an der Verfassung des Urteils beteiligt war, sondern alles an Mitarbeitende delegiert hatte. Das 135-seitige Dokument ist eine Ansammlung von juristischen Ungenauigkeiten. Hauptsächlich rekonstruiert das Dokument einen Tatvorgang, wie ihn die Staatsanwaltschaft in der Anhörung formuliert hatte, welche die texanische Richterin damals dazu veranlasste, Nanon einen neuen Prozess zu gewähren. Aus dem Grund, dass diese Argumentation überhaupt nicht schlüssig war. Die Anwälte sind fassungslos. Mit diesem Szenario hatten sie überhaupt nicht gerechnet, weil die juristische Lage so klar war. Wir hatten erwartet, dass Attlas als nächsten Schritt die Motionen zur Sicherung weiterer Beweismateriale zu Nanons Verteidigung gewährt. Es ging dabei um wichtige Dokumente, welche das Polizeilabor hatte verschwinden lassen oder zurückgehalten hatte und um Zeugenaussagen von Laborangestellten, welche diese Fakten belegt hätten.
Wie geht es weiter? Nun können keine neuen Fakten mehr in den juristischen Prozess eingebracht werden. Es bleibt der Gang zum Berufungsgericht, welches im besten Fall Nanons Fall wieder an Nancy Attlas zurückweisen kann zur erneuten Überprüfung. Im schlechtesten Fall passiert das nicht. Es bleibt dann noch der US-Supreme Court, das US-Verfassungsgericht. Der Supreme Court hat aber die Wahl, einen Fall aufzunehmen oder nicht. Die meisten Fälle werden nicht gehört. Die Anwälte sind ratlos und sind nun vorsichtig mit Szenarien. Rein juristisch sollte das Berufungsgericht wegen all der Fehler in dem Urteil von Attlas den Fall an sie zurückweisen. Doch stellt sich langsam die Frage, wer Nanons Dokumente eigentlich liest. Weil das bei der Bundesrichterin nicht der Fall zu sein scheint, können wir das auch vom Berufungsgericht erwarten. So würden die massiven Fehler im Urteil von Attlas (resp. Ihren Angestellten) nicht sichtbar. Ob der US-Supreme Court Nanons Fall anhören würde, ist ebenfalls nicht sehr realistisch. In den letzten zwei Jahren gab es allerdings sehr viele Fälle aus Texas beim obersten Gericht. Es scheint, dass das Gericht Texas zurechtweisen will.
Was kann NAWISA tun? Es ist schwierig, unter diesen Bedingungen weiterhin optimistisch zu bleiben. Wir werden vermutlich zwei Strategien verfolgen: 1. Damit Nancy Attlas (falls das Berufungsgericht in unserem Sinne entscheidet) Nanons Fall persönlich bearbeiten wird, werden wir ganz gezielt Medienarbeit machen. Diese hat zum Ziel, den Skandal des Polizeilabors in Houston im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu behalten. Da Nanons Fall so stark mit diesem Skandal verlinkt ist, steigt so der Druck auf die Richterin für gründliche Studie der Dokumente. 2. Wenn Nanons Fall an den US-Supreme Court geht, wollen wir im Vorfeld eine Kurz-Film-Dokumentation über Nanons Fall machen, welcher den Medien zugespielt wird. Solche Aktionen haben in der Vergangenheit bereits Wirkung gezeigt. 3. Sollte kein Gericht Interesse oder genügend Druck haben, rechtlich korrekte Schlussfolgerungen zu ziehen (welche unbedingt zu einer Wiederaufnahme des Prozesses führen würden), bleiben uns Jahrzehnte zum Weiterkämpfen. Nanon könnte in diesem Fall frühestens in 27 Jahren ein Begnadigungsgesuch stellen. Das würde er nicht überleben. Nanons Anwälte schlagen für diesen Fall vor, eine renommierte Filmemacherin zu suchen, die einen ausführlichen Doku-Film über Nanon macht. In der Vergangenheit hat der Film "The thin blue line" zur Freilassung eines zum Tode Verurteilten geführt, obwohl er alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft hatte. 4. Wir müssen Nanon Kraft geben, trotz diesem Rückschlag weiterzukämpfen und dafür kämpfen, dass er Haftbedingungen hat, die es überhaupt möglich machen, dass er noch viele Jahre überleben kann im Gefängnis. Falls ihm jemand schreiben möchte, hier seine Adresse (diese wird in den nächsten Wochen ändern, weil Nanon verlegt werden wird): Nanon M. Williams Es ist ein langer Weg. Der Kampf geht weiter! Andrea Huber
Statement from Nanon Williams April 6, 2005 Dear Friends & Supporters, It seems like Iíve been writing a lot lately. Writing is therapeutic for me and it is the only way that I can speak. I am caged but not my voice. My pen becomes my sword, the only means I have to fight back and it carries my spirit. I can choose to fight or simply accept fate. Man will never determine my fate because my spirit and soul belongs to God. Torture is designed to steal and strip both but I will remain true to myself. I will be Nanon Williams whether in chains, a cage, or in the grip of hell! If I allow torture to see myself as a prisoner, to claim my manhood, then all is lost. My manhood represents the love that I hold within my heart and gives me the courage to prevail against all odds. It forces me to dare to believe that universal life and dignity is more precious than even my own. Many of you know by now that my federal appeal was rejected and all my claims were denied. U.S. District Judge Nancy Atlas wrote a 130-page opinion affirming my conviction. I was perplexed when I read it, but not shocked. In the ruling given, it was decided that no Constitutional violations occurred in my conviction. At this stage of my appeal, innocence held no ground. The court ruled that it held no stage for a trial to be replayed when a jury of twelve convicted me, regardless if the evidence they heard was false. Many post-conviction developments and facts were included within my appeal but all motions were denied and not one shred of this evidence was considered. All of the concrete facts were ignored, even though the ruling admitted that false evidence was used to convict me. However, it was still determined that a jury convicted me and that verdict stands, despite several affidavits from these same jurors who say they would have voted differently had the correct expert testimony been given. A fair trial never took place. Having been a juvenile at the time of my conviction, relinquishes me from a death sentence. Some are happy that the U.S. Supreme Court banned the execution of juveniles. But I see no victory because having been convicted of capital murder leaves only two options. One is a quick death by execution or a slow death by rotting in a cage. When my attorney called to give me the news, it took a second for it to register. Then, the tears came and began to flow uncontrollably. I couldnít speak and had to hang up the phone to try and gain my composure. Later, the tears came again and I cried. I cried for the thirteen years that I have had to look at death. I cried for my mother, for the love of a future, for my friends who held hope, for my siblings, and I cried for the other men on death row who face the same injustices as I. The tears ceased only for a moment. I began to cry again for the executed men who sought justice and for my ancestors who died chasing justice, fairness, and equality in a land where words have no meaning. For two solid days I cried, then the crying stop and I vowed that I would cry no more. As long as this caged held me captive, I shall never shed another tear. For to do so, would be to surrender to fate and this I will not do. There are other avenues for a further appeal. However narrow those chances are, there will forever be a chance for me to take this injustice to a world of people, as long there is breath in me. Soon I will write another book to give the whole account of my life and this awful event from beginning to end. A book has to be written, documentaries made, people have to be aware of the atrocities that are unfolding right at their back door. There has to be protests, boycotts, and the world has to get involved. Otherwise justice will continue to be ignored and people will continue to die. I have learned and history has taught poor people that the American judicial system is absolutely bankrupt when it comes to moral integrity. Maybe, justice does come to some Americans. I have watched my own people fight to be African and American. Thus far, we havenít been able to combine both very successfully. Whether we are French, African, Mexican, Iranian, Asian or a thousand other nationalities, the universal standard of justice applies to all human beings. Justice is not about revenge, but about understanding, solutions, and truths. It is not to go without saying that the wrongs we commit should just be pardoned. Accountability and responsibility plays a role in any civilized society. As a kid I sold drugs and I wonít hide from that fact. I committed wrongs and had short insight. At times I used bad moral judgment, but never was I evil or showed evil contempt. I never killed anyone! My judgment from the State of Texas has made me the wretched of the earth. Prosecution is about winning, revenge and a pat on the back to receive glory for a conviction. A prosecutor is supposed to be a truth-seeker, not to pick and choose from half-truths, and blatant lies. It is ironic that I speak of this because Judge Atlasí ruling gives a much better synopsis of this exact statement but yet I was still denied justice. I've received many cards and letters from people around the world. ìWeíll keep fighting,î has been in every letter or card. We must keep fighting! The only thing is, that the fight isnít just about me. We have to fight so that we stop this plague from spreading to your shores. Injustice is a disease. I am one out of millions who suffer on various fronts. The injustice dealt to me has a small chance of being fixed somewhat. The injustice that has occurred has already taken lives. My fight is a fight that is truly no longer mine. It is a step that must be taken to win a battle. Iíve even tried to bear my suffering with a smile. I will not find compromise with tyranny by smiling for mercy. I may wear chains, but they must be secured. My captors must struggle to hold my spirit. My blood may fill my very own shoes and seep back into the earth from which I came, but my spirit will never bleed. It can never be wounded unless I choose to let it. Forgive me; if the things I write at times come across as bold and daring. I have been advised at times to tiptoe around what I say because it can be used against me. I have lived in chains half of my life. The judgment upon me says that I will die in them. I cannot and will not wear chains in my mind and spirit. We can give silence more power and it becomes an act of conservatism that keeps everything intact, which only allows for more suffering. I have only what my heart carries and I pray to God for direction. I pray that through every experience, crushed hope, and dreams deferred that wisdom can be found. It is through that wisdom which will allow me to continue to extend myself beyond these concrete walls, beyond the chains and chaos. I pray that mere survival doesnít simply give me a chance to breathe without my heart empty. Often I sign my letters "In Struggle" but today I will end it with "`Nèg pètè chenn." The former is proclamation that in struggle progress is made. The latter is a statement in French Creole where after two hundred years of revolting, slaves held victories. It means the black man broke his chains. My spirit broke the chains long ago although my body still holds them. It is my sincere hope and desire that the chains of all oppressed people be broken both mentally and physically. I for one shall fight on! "`Nèg pètè chenn." Nanon M. Williams Ballistics lab results questioned in 3 cases A trio of death sentences could rest on faulty results from police analysts By STEVE MCVICKER Copyright 2005 Houston Chronicle TODESSTRAFE FÜR MINDERJÄHRIGE ABGESCHAFFT Der US-Supreme Court hat im Fall "Ropers vs. Simmons" die Todesstrafe für minderjährige StraftäterInnen als verfassungswidrig erklärt. Dabei stützte sich das Gericht unter anderem auf internationale Standards und Praxis. Das heisst nun konkret, dass in den nächsten Tagen 72 zum Tode Verurteilte aus dem Todesstrakt entlassen werden. Ihre Strafe wird in "lebenslänglich" umgewandelt. In Texas heisst das, dass erst nach 40 Jahren (bei älteren Fällen nach 20) um eine frühzeitige Entlassung ersucht werden kann. Das gilt auch für Nanon. Wir haben den Kampf um sein Leben gewonnen, jetzt kämpfen wir weiter für seine Freiheit. Der heutige Entscheid ist ein ganz wichtiger weiterer Schritt im Kampf um die Abschaffung der Todesstrafe in den USA. 2002 ist die Todesstrafe für geistig Behinderte abgeschafft worden. Innerhalb der nächsten Tagen wird Nanon in die "General Population" Zone des Gefängnisses gebracht. Zeitungsartikel: Die Beweislage für Nanons Unschuld ist weiterhin so stark, dass die Anwälte davon ausgehen, dass es demnächst zu einer Anhörung kommt und ihre Motionen zur Einvernahme weiterer Zeugen und Aufdecken weiterer Zusammenhänge aufgrund von Beweismaterial teilweise angenommen werden. Seine Verteidiger nehmen an, dass die Bundesrichterin auf den Entscheid des U.S Supreme Court warten wollte, bis sie in Nanons Fall weitere Schritte unternimmt. Das Houston Crime Lab, in dem die Polizei Beweismaterial aufbereitet, lagert oder leider auch selbst fabriziert oder verschwinden lässt, ist noch immer im Rampenlicht der texanischen Öffentlichkeit. Vor zwei Wochen wurde im Parlament (TX) eine Anhörung zu diesem Skandal durchgeführt. Nanons Fall ist einer der leading cases" in dieser Sache. Im letzten Jahr hat sich gezeigt, dass die Richterin offensichtlich durch diesen Skandal für Unstimmigkeiten in Nanons Fall sensibilisiert worden ist. Für ausführliche Updates hier klicken Für halbjährliche Emails mit Updates bitte Mail an info@nawisa.org (Betreff: Updates) oder einschreiben auf der Newsgroup (Link rechts oben auf dieser Webseite)
UP-DATE NR. 7, 1. März 2005 TODESSTRAFE FÜR MINDERJÄHRIGE ABGESCHAFFT Heute ist ein ganz spezieller Tag: Der US-Supreme Court hat im Fall "Ropers vs. Simmons" die Todesstrafe für minderjährige StraftäterInnen als verfassungswidrig erklärt. Dabei stützte sich das Gericht unter anderem auf internationale Standards und Handhabung. Das heisst nun konkret, dass in den nächsten Tagen 72 zum Tode Verurteilte aus dem Todesstrakt entlassen werden. Ihre Strafe wird in "lebenslänglich" oder "lebenslänglich ohne Möglichkeit auf frühzeitige Entlassung" umgewandelt. In Texas heisst lebenslänglich, dass erst nach 40 Jahren ein Begnadigungsgesuch gestellt werden kann. Das gilt auch für Nanon. Wir haben den Kampf um sein Leben gewonnen, jetzt kämpfen wir weiter für seine Freiheit. Der heutige Entscheid ist ein ganz wichtiger weiterer Schritt im Kampf um die Abschaffung der Todesstrafe in den USA. 2002 ist die Todesstrafe für geistig Behinderte abgeschafft worden.
Mitte Januar habe ich Nanon im Gefängnis besucht. Wir haben darüber gesprochen, was dieser Entscheid für ihn bedeutet. Er hat sich seit Jahren gegen die Todesstrafe für Jugendliche engagiert und für diesen Moment gekämpft. Er ist erleichtert, hat aber auch Ängste geäussert. So zum Beispiel, dass er in Frage stellt, ob sich auch weiterhin so viele Leute für ihn einsetzen, wenn er nicht mehr vom Tod bedroht ist. Der Wechsel zur so genannten "General Population" im anderen Flügel der Polunski Unit bringt für ihn viele Veränderungen. Er wird sehr wahrscheinlich in ein Arbeitsprogramm integriert, hat also viel weniger Zeit zum Arbeiten an seinen Büchern, Zeitungsartikeln, Korrespondenz usw. Künftig wird er Familienangehörige bei Besuchen in einem Raum ohne Panzerglas-Abschrankung treffen dürfen. Er ist seit 10 Jahren nicht mehr umarmt worden (mit Ausnahme einer kurzen Umarmung seiner Mutter bei einer Anhörung vor vier Jahren).
SCHIKANEN DURCH DIE WÄRTER(INNEN) NEHMEN ZU Eine weitere Herausforderung werden Provokationen durch die WärterInnen sein. Es gibt seit einiger Zeit ein neues Gesetz, welches 25 Jahre Gefängnis vorsieht, wenn ein Gefangener einen Wärter/eine Wärterin angreift. Seit die Gefängnisadministration gemerkt hat, dass Nanon eine Chance hat, dem Todestrakt zu entkommen, versuchen sie alles, um ihm &endash; sozusagen präventiv &endash; möglichst viele Jahre zu verpassen. Diese Provokationen könnten nun noch zunehmen. Sie zeigen sich in Form von täglich mehrmals durchgeführten Durchsuchungen seiner Zelle, dies auch mitten in der Nacht. Dabei werden Briefe, Bücher oder seine Transkripts zerstört. Nanon wird ständig beleidigt, darunter vorzugsweise mit rassistischen Sprüchen (you're niggers ain't worth nothing etc), zufälliges" Vergessen, ihm die Handschellen abzunehmen, sobald er in der Zelle ist und diese so eng schnallen, dass seine Handgelenke immer mehr kaputt gehen, er also immer grössere Schmerzen hat beim Schreiben. Von Wärterinnen wird er konstant sexuell belästigt.
NANONS ENGAGEMENT UND PUBLIZIT¨ÄT Je mehr Nanon schreibt, desto stärker werden die Schikanen. Er nimmt es in Kauf. Er ist nun daran, den zweiten Teil seines Buches Still Surviving" zu schreiben. Im ersten Teil schreibt er über das Aufwachsen im Todestrakt. Ein sehr eindrückliches Buch. Mit seiner Freundin Lesesha hat er soeben ein Buch mit Dialogen in Gedichten (Soul to Soul") fertig gestellt, welches in Kürze gedruckt wird. Still Surviving" wird nun vermutlich in England verkauft, eine französische und holländische Übersetzung und Publikation sind in Planung. Nanon kommuniziert mit diversen Schulklassen in den USA und Europa, schreibt Artikel für Zeitschriften und wird nun verstärkt von Journalisten für Interviews angefragt. Im Oktober strahlte BBC einen Beitrag zu seinem Fall aus und die National Coalition to Abolish the Death Penalty verlieh ihm den Youth Activity" Award, aufgrund seines Buches Still Surviving". Ende Januar wurde er von "the NATION", einer der wichtigsten Zeitungen der USA, als Experte zum Thema "Jugendliche und die Todesstrafe" interviewt. Sein drei- bis viermal jährlich erscheinender Newsletter zum Thema Todesstrafe wird in Europa und in den USA von zahlreichen Leuten gelesen. Eine Professorin für Filmmaking in Houston ist daran, einen Dokumentarfilm über ihn zu machen.
RECHTLICHE ENTWICKLUNGEN IN NANONS FALL Die Beweislage für seine Unschuld ist weiterhin so stark, dass die Anwälte davon ausgehen, dass es demnächst zu einer Anhörung kommt und ihre Motionen zur Einvernahme weiterer Zeugen und Aufdecken weiterer Zusammenhänge aufgrund von Beweismaterial teilweise angenommen werden. Seine Verteidiger nehmen an, dass die Bundesrichterin auf den Entscheid des U.S Supreme Court warten wollte, bis sie in Nanons Fall weitere Schritte unternimmt. Das Houston Crime Lab, in dem die Polizei Beweismaterial aufbereitet, lagert oder leider auch selbst fabriziert oder verschwinden lässt, ist noch immer im Rampenlicht der texanischen Öffentlichkeit. Vor zwei Wochen wurde im Parlament (TX) eine Anhörung zu diesem Skandal durchgeführt. Nanons Fall ist einer der leading cases" in dieser Sache. Im letzten Jahr hat sich gezeigt, dass die Richterin offensichtlich durch diesen Skandal für Unstimmigkeiten in Nanons Fall sensibilisiert worden ist.
WAS MACHT NAWISA? Nanons Anwälte haben mir gesagt, dass sie keinen anderen zum Tode Verurteilten in Texas kennen, der ohne Hinrichtungstermin so eine starke Kampagne hat. Wir konnten in den vergangenen 3 Jahren viel Publizität für Nanon schaffen und eine breite Basis von Unterstützerinnen. Für den Fall, dass Nanon ein Hearing erreicht, werden wir erneut die PR-Agentur Riptide in New York engagieren, um vorgängig Medienarbeit zu machen. Ein Hearing ist ein guter Aufhänger für die Medien. Ohne konkreten Anlass hat Medienarbeit wenig Wirkung. Ich werde das Netzwerk kontinuierlich erweitern und koordinieren. Der heutige Entscheid zur Abschaffung der Todesstrafe ist sehr motivierend für mich: Es lohnt sich, zu kämpfen. Das wusste ich zwar immer, aber heute spüre ich es bis in die letzte Pore. Dieser Kampf ist nur möglich wegen Eurer moralischen und finanziellen Unterstützung. Und dafür möchte ich mich wieder einmal ganz herzlich bedanken. Dank Euren Spenden der letzten Jahre können wir uns bis heute aktiv für Nanon einsetzen. Ich stosse in meiner Freude auf Euch alle an! Herzlich Andrea Huber
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